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Die Haut - das größte Organ des menschlichen Körpers ist ein Multifunktionsorgan.

Bei einem Neugeborenen beträgt die Hautoberfläche je nach Größe und Körpergewicht bereits 0,2 bis 0,25 Quadratmeter. Bei einem Erwachsenen sind es zwischen 1,5 und 2 Quadratmetern. Damit ist die Haut das größte Organ des Menschen. Wie ein elastischer Mantel schützt sie die inneren Organe vor Austrocknung und Fremdeinwirkungen und hält den Körper zusammen. In der Haut sind die Nerven angelegt. Drüsen, die Schweiß oder Talg absondern sowie die Hautanhanggebilde, die Haare, haben hier ihren Sitz. Sie reguliert den Wärmehaushalt, schützt vor Druck und ist Ausscheidungs- und Tastorgan zugleich. Im gesunden Zustand schützt die Haut vor Krankheitskeimen, vor Bakterien und Pilzen.

Doch die Haut ist noch viel mehr. Mit ihr fühlen wir. Wärme, Kälte, Schmerz, Druck aber auch liebevolle Berührungen. Wie wichtig die Haut für das Empfinden des Menschen und das soziale Miteinander ist, wissen wir aus der Werbung und zahlreichen Redewendungen. Eine Haut wie "Samt und Seide" haben. Sich nicht wohl in seiner Haut fühlen. Eine Gänsehaut kriegen. Aus der Haut fahren. Gesundheit ist immer auch Hautsache. Jede Haut ist schön. Diese Liste ließe sich beliebig erweitern und beweist, dass unsere Haut viel mehr als nur ein Organ ist.

Als Bestandteil eines allgemeingültigen Schönheitsideals hat sie einen großen Einfluss auf die Lebensqualität des Menschen und seinen sozialen Status. Die sichtbare Haut ist der erste visuelle Schlüsselreiz, wenn wir das erste Mal einem Fremden gegenüber stehen. Je makelloser, reiner und schöner sie ist, umso eher werden wir akzeptiert und angenommen. Deshalb werden Babys und Kleinkinder auch so gerne angefasst und gestreichelt. Ihre zarte, gut duftende Haut lädt geradewegs zu Berührungen ein.

Narben

Narben, Hautanomalien oder eine starke Akne hingegen bauen Barrieren auf, weil sie nicht den geltenden Schönheitsregeln entsprechen. Die Reaktion des Gegenüber können von unsicheren Blicken über Anstarren bis offener Ablehnung variieren.

Um zu verstehen, warum sich bei Verletzungen der Haut eine Narbe bildet, muss man wissen, wie die Haut beschaffen und aufgebaut ist und welche Aufgaben die einzelnen Hautschichten haben. Die durchschnittliche Hautdicke eines Erwachsenen beträgt etwa 2,5 Millimeter, die eines Kindes bis etwa 6 Jahren nur circa 0,6 Millimeter. Das bedeutet, dass bei gleicher Hitzeeinwirkung die Schädigung der kindlichen Haut wesentlich größer ist als bei einem Erwachsenen. Hier ein Beispiel:

"Ein Erwachsener erleidet eine drittgradige Verbrühung innerhalb von 31 Sekunden, wenn das Wasser 54 Grad warm ist. Ein Kleinkind erleidet eine drittgradige Verbrühung bereits in 10 Sekunden bei gleicher Wassertemperatur. Ist das Wasser 65 Grad heiß, dauert es beim Erwachsenen immerhin noch 10 Sekunden, um eine drittgradige Verbrühung zu bekommen - beim Kleinkind reicht aber schon eine halbe Sekunde bei gleicher Wassertemperatur, um die gleiche Hautschädigung hervorzurufen." (Quelle: Pediatrics, 1983, K.W. Feldmann)