Keine Panik beim Durchgangssyndrom
Nahezu alle schweren körperlichen Erkrankungen und Schädigungen können, indem sie direkt am Zentralnervensystem ablaufen oder seine Funktion indirekt beeinflussen, zu so genannten organischen Psychosyndromen führen.
Hierbei wird unter akuten und chronischen Formen unterschieden. Der Begriff "Durchgangssyndrom" kennzeichnet eine leichtere Form eines akuten organischen Psychosyndroms. Es treten hierbei, vor allem im Rahmen schwerer Erkrankungen, eine Reihe unspezifischer, organisch bedingter psychische Störungen zeitlich begrenzt auf. Die Dauer reicht von wenigen Tagen bis mehreren Wochen.

Typisch ist ein abrupter Wechsel der Stimmungen. Es zeigen sich Episoden von depressiver und ängstlicher Verstimmung, aber auch plötzlicher Stimmungsaufhellungen, Perioden von Antriebsstörungen oder großer innerer oder körperlicher Unruhe. Es kann auch zu Verwirrtheitszuständen mit optischen Halluzinationen kommen. Nicht selten werden "weiße Mäuse" oder andere Tiere gesehen. Es kommt auch vor, dass Patienten die Nahrung verweigern oder ihre Angehörigen nicht mehr erkennen.
Aufgrund der für die Beteiligten meist nicht erklärbaren psychischen Erscheinungen und dem fast immer überraschenden Auftreten des Beschwerdebildes kommt es oft bei allen Beteiligten zu starker Beunruhigung.
Eine persönliche Schilderung unter www.cicatrix.de/schicksal_berichte_lubosch_durchgangssyndrom.html
Thema zuletzt bearbeitet am 17.01.2010 | © 2005 - 2012 CICATRIX e.V. - Regina Heeß | eMail an Webmaster / FlotteSeite.de