"Wer zur Gemeinschaft unfähig ist,
der ist es auch zur Freundschaft."
(Plato)

 

Dermaroller Sarl unterstützt CICATRIX e.V.

Als internationaler Marktführer für Medizinprodukte im Bereich des Medical Micro-Needlings unterstützt die Dermaroller Sarl Deutschland als Fördermitglied die Anstrengungen von CICATRIX e.V. zur Verbesserung und Weiterentwicklung von Nadel-Therapien, insbesondere die von Verbrennungsnarben.

Wer ist die Dermaroller Sarl Deutschland?

Wir sind ein nach ISO 13485 zertifiziertes Unternehmen zur Herstellung von Medizingeräten mit Sitz in Deutschland. Wir unterliegen den strengen Vorschriften des Medizin-Produkte-Gesetz (MPG) und der Europäischen Richtlinie 93/42 und werden jährlich von der Benannten Stelle "medcert" zur Aufrechterhaltung unseres CE Zertifikats auditiert. Geleitet wird das Unternehmen von den Geschäftsführern Horst Liebl und Michael Tomerius. Das interne Qualitätsmanagement wird von Frau Dr. Alexandra Tomerius überwacht. Der Dermaroller wurde 1999 von Horst Liebl erfunden und  patentiert. Alle Produkte werden laufend verbessert und mit neuen Geräten, wie dem Dermastamp für die Behandlung isolierter Narben, ergänzt. Seit Produktionsbeginn wurden mehr als eine halbe Million Dermaroller weltweit ausgeliefert.

Weiterentwicklungen

Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Behandlung von Verbrennungsnarben der Medizinischen  Hochschule Hannover unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Vogt haben wir unsere Modellreihe weiterentwickelt. Das Ergebnis ist der Dermaroller Model MC925, speziell für Verbrennungsnarben.

roller 2

Durch die Änderung der Nadelgeometrie sowie durch den Einsatz eines härteren und schärferen Stahls der Mikronadeln konnten die Penetrationskräfte (Eindringen in das Narbengewebe) wesentlich gesenkt werden. Dies ist deshalb so wichtig, weil Verbrennungsnarben wesentlich dicker und härter als atrophe oder hypertrophe Narben sein können. Bei der Entwicklung des MC925 standen mehrere Aspekte im Vordergrund: Einerseits soll die Narbenbehandlung so gewebeschonend wie nur möglich sein, andererseits sollte der Kraft- und Arbeitsaufwand für den Arzt gesenkt werden. Dazu trägt auch ein neuer extrem leichter und re-sterilisierbarer Überwurfgriff aus Edelstahl bei.

Wissenswertes

Schon vor vielen Jahren dachten Ärzte darüber nach, wie man Narben "weicher" und damit wesentlich weniger schmerzhaft machen kann. Sie punktierten das fibrotische Gewebe mit Nadeln, meistens Spitzenkanülen, um ihm die "Spannung" zu nehmen. Das war ein mühseliges Geschäft und brachte oft nicht den gewünschten Erfolg, zumal Kanülen selbst schneidend und traumatisch geschliffen sind und dadurch zusätzliche kleine Narben verursachen. Doch immerhin, es war ein Fingerzeig in die richtige Richtung.

Ursprünglich wurde der Dermaroller mit sehr kurzen Nadeln von 0,15 mm zum Einschleusen von Medikamenten entwickelt (transdermal delivery). 2005 konnten der Plastische Chirurg Dr. Martin Schwarz und der Pathologe Dr. A. Laaff (beide aus Freiburg i.Br.) nachweisen, dass atraumatische (nicht schneidende) Nadeln die Haut zur Produktion von körpereigenem Kollagen stimulieren. Nach dem Nadeln von Narben konnte beobachtet werden, dass nicht nur die Spannung der Narben nachließ, sondern dass sich auch neue Kollagenstrukturen in die bestehende Hautmatrix einlagerten. Ebenso stimulieren Mikronadeln die Aussprossung neuer Blutgefäße (Angiogenese), die durch die Stichkanäle in das Narbengewebe einwandern und es wieder besser mit Nährstoffen versorgen. Dies wiederum nimmt der meist weißen, marmorähnlichen Narbe die Blässe, sie gleicht sich wieder der unversehrten Hautumgebung an. Die Narben werden insgesamt flacher, entspannter und weicher.

Ein klein wenig anders verhalten sich Verbrennungsnarben. Meist sind sehr große Hautareale betroffen und diese Narbenart kann vermehrt zur Wucherung neigen, wird somit dicker und braucht wesentlich länger, bis sie sich "stabilisiert" hat. Bei der Behandlung von Verbrennungsnarben steht nicht in erster Linie der ästhetische Aspekt im Vordergrund, sondern ihre Entspannung und die Verminderung von Schmerzen, die besonders am Übergang von der gesunden Haut zur Narbe entstehen. Die Mobilität des Betroffenen wird durch Narbenzug und Schmerzen oft erheblich eingeschränkt.

In seiner jüngsten Arbeit weist Dr. Igor Safonov, ein Narbenspezialist aus Kiew/Ukraine, darauf hin, welch große Rolle der Zeitfaktor nach einem Narbenneedling spielt. Es kann durchaus viele Monate dauern, bis sich Narben wieder der Umgebungspigmentierung anpassen bzw. ihre Pigmentmarmorierung verlieren. Es macht also keinen Sinn, mit kurzen Behandlungsintervallen Erfolge erzwingen zu wollen. (Diese Arbeit wird demnächst veröffentlicht und wir werden CICATRIX davon unterrichten). Hier ein Auszug:

wade vorher


wade nachher

 

 

... "Fig. 8. Eine 3 Jahre alte hypertrophe und hyperpigmentierte Verbrennungsnarbe auf der linken hinteren Wade. Das Relief der Verbrennungsoberfläche ist ungleichmäßig. Es wechselt sich ab mit normalem Gewebe, mit hypertrophen Gebieten, normaler Pigmentation, sowie mit hyper- und depigmentierten Gebieten. Eine Mikronadelbehandlung wurde mit dem 2,5 mm Dermaroller ausgeführt. Nach der Behandlung glättete sich das Relief, die Verbrennungsoberfläche reduzierte sich auf die Ebene der umgebenden Haut. Man kann annehmen, dass die Dermaroller-Mikronadeln die Melanozyten traumatisierten, in denen der Melaningehalt höher als normal war. Diese Traumata zerstörten die Melanozyten. Das alte, bereits synthetisierte Melanin löste sich langsam auf, und das neue wurde durch neue Melanozyten in der normalen Quantität synthetisiert. Der Abbau (biodegradation) des alten Melanins ist ein langer Prozess und aus diesem Grund mussten wir 8 Monate auf die Resultate warten."

Horst Liebl, www.dermaroller.de

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