"Geduld ist ein Pflaster
für alle Wunden."
(Miguel de Cervantes)

 

CICATRIX unterstützt das dritte Mal die Forschung

Der Studienpreis 2011 wurde geteilt. Christoph Sachs/BGU Ludwigshafen und Evangelos Sarantopoulos/Klinikum Offenbach erhalten je 5.000 Euro.

v. l. n. r. Evangelos Sarantopoulos, Helmut Meyer, Dr. Hans Ziegenthaler, Christoph Sachs

Verbrennungsnarben sind auffällig, haben oftmals Bewegungseinschränkungen zur Folge und bedürfen bei vielen Betroffenen häufige chirurgische Korrekturen. Damit stellen sie eine große Belastung sowohl im seelischen als auch im körperlichen Bereich für die Brandverletzten dar. Als wir 2009 unseren ersten Studienpreis auslobten, war es uns wichtig, neuartige und auch ungewöhnliche wissenschaftliche Untersuchungen zu unterstützen, die sich mit der Verbesserung des Narbenbildes beschäftigen. Da die Anzahl der Bewerbungen von Jahr zu Jahr stetig anstieg und uns damit eindrucksvoll bewiesen hat, dass auf diesem Gebiet intensiv in unterschiedliche Richtungen geforscht wird, haben wir uns auch bei der Ausschreibung 2011 entschlossen, den Studienpreis für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Verbesserung der Narbenqualität nach IIb und drittgradigen Verbrennungen an einer Klinik in Deutschland, Österreich oder Schweiz zu vergeben. Der Preis war wie in den Vorjahren mit 10.000 Euro datiert. Die eingereichten Arbeiten sollten so verfasst sein, dass auch die beiden nichtmedizinischen Jury-Mitglieder Regina Heeß und Petra Lubosch den Inhalt beurteilen können.

Univ. Prof. Dr. Marija Trop bei der Begrüßung

Die Resonanz auf unsere Ausschreibung übertraf unsere Erwartungen. Im November 2011 trafen sich die beiden Gründerinnen mit Vorstandsmitglied Dr. Dr. med. Johannes C. Bruck, der sich als medizinischer Juror zur Verfügung gestellt hatte, in Potsdam, um den Preisträger zu ermitteln. Nach gemeinsamer Sichtung aller Unterlagen und ausgiebiger Diskussion wurde die Entscheidung einvernehmlich getroffen: Die Forschungsarbeiten von Christoph Sachs und seinem Team über die vielversprechende und innovative Therapie mit Unterdruck-Vakuum entsprach in allen Punkten den Vorgaben der Ausschreibung. Demselben Stellenwert entsprach die Bewerbung von Evangelos Sarantopoulos und seiner Gruppe. Ihr Schwerpunkt lag auf der Wundbehandlung während der Intensivphase, damit eine Narbenbildung weitestgehend minimiert wird.

Offizielle Preisverleihung beim Gala-Abend der DAV-Tagung in Tröpolach

Wir danken den Ausrichtern des Fachkongress 2012 des deutschsprachigen Arbeitskreises der Verbrennungsmediziner (DAV) - der GE-Päd. Intensivstation und Brandverletzteneinheit, Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, hier besonders Frau Univ. Prof. Dr. Marija Trop und Frau Sonja Steinkellner - sehr herzlich, dass wir die Preise auch in diesem Jahr wieder im festlichen Rahmen des Gala-Abends verleihen durften.

Dr. Hans Ziegenthaler hält die Laudatio auf Christoph Sachs


Christoph Sachs

Dr. Hans Ziegenthaler/Moritzklinik würdigt Christoph Sachs

Die Laudatio auf Christoph Sachs hielt unser Fachbeirat Dr. Hans Ziegenthaler von der Moritzklinik Bad Klosterlausnitz. "Nach ersten wissenschaftlichen Untersuchungen im Zentrum für Schwerbrandverletzte in Offenbach (Prof. Dr. H. Menke) sollen durch valide und die verlässliche Messung klinischer Testergebnisse der Evidence-Grad (auf Beweismaterial gestützte Heilkunde) der Unterdruckbehandlung mit Auswirkungen auf verbesserte Funktionalität und Ästhetik untersucht und belastbar belegt werden. Das von der Forschungsgruppe von Christoph Sachs eingereichte Studiendesign beinhaltet eine klare Zielsetzung, beschreibt Untersuchungsabläufe und -methoden, die einen weiteren Zugewinn in der wissenschaftlichen Bewertung der modernen Unterdruck-Vakuum-Behandlung von Narben unter belastbaren evidenceorientierten Gesichtspunkten in Aussicht stellen. Praxis- und Aktualitätsbezug sind zu bestätigen, allgemein anerkannte Grundsätze medizinischer Forschungstätigkeit werden berücksichtigt", so der Laudator.

Laudatio von Dr. Dr. Bruck auf den Preisträger Evangelos Sarantopoulos

Die Arbeit von Evangelos Sarantopoulos wurde von unserem Vorstandsmitglied Helmut Meyer in Vertretung für Dr. Dr. med. Johannes C. Bruck  gewürdigt: "Die aufgestellte Hypothese, dass die Wundheilung durch eine frühzeitige Behandlung mit Polyhexanid-Creme in dem Sinne verbessert werden könnte, dass damit die Entwicklung von Granulationsgewebe als Voraussetzung für hypertrophe Narben unterdrückt werden könnte, verdient Beachtung. Das Studiendesign erscheint geeignet, diese Frage zu beantworten und so den brandverletzten Patienten funktionsbehindernde Narben zu ersparen, eine raschere Wiedereingliederung in ihr soziales Umfeld und erhöhte Selbständigkeit zu ermöglichen". Prof. Dr. Henrik Menke, Chefarzt der Chirurgie im Klinikum Offenbach, freute sich sehr über den Preis für Evangelos Sarantopulos.

 
Helmut Meyer hält die Laudation auf Evangelos Sarantopoulos Preisübergabe an Evangelos Sarantopoulos Prof. Dr. Henrik Menke und Preisträger Evangelos Sarantopoulos vlnr Prof. Dr. Henrik Menke, Evangelos Sarantopoulos, Helmut Meyer, Dr. Hans Ziegenthaler, Christoph Sachs
 
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