"Wußten Sie schon, daß auf Krankenscheine auch Scheinkranke behandelt werden?"
(Werner Mitsch)

 

Dr.Ottomann1PD Dr. med. Christian Ottomann - CICATRIX-Preisträger 2017

 

Christian Ottomann, geboren 1971 in Baden-Baden,studierte bis 2001 Humanmedizin an der Freien Universität Berlin. Priv.-Doz. Dr. med. Christian Ottomann arbeitet als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Unfallkrankenhaus Berlin. Auf dem Weg zur Professur lehrt und forscht er am Universitätsklinikum Schleswig Holstein Campus Lübeck.

Bereits während seiner Assistenzarzttätigkeit im Schwerbrandverletztenzentrum Berlin-Marzahn begann er seine wissenschaftliche Laufbahn innerhalb der Arbeitsgemeinschaft experimentelle Chirurgie an der Charité mit Untersuchungen zur hybriden Gewebetechnologie. Im Jahr 2007 lag der Forschungsschwerpunkt in der Entwicklung der Sprühtransplantation einer intraoperativ gewonnenen Mischzellpopulation in der Therapie schwerbrandverletzter Patienten. Tierexperimentelle Arbeiten, die den Einfluss der ischämischen Präkonditionierung von Lappenplastiken untersuchten, folgten im Jahr 2008. Seit 2009 galt sein Forschungsschwerpunkt der verkürzten Kultivierungsdauer von Keratinozyten durch extrakorporale Stoßwellen.

2010 befasste er sich mir der Begutachtung schwerbrandverletzter Patienten,woraus die Entwicklung eines neuen, verbesserten MdE Bogen resultierte. Seit 2015 befasst sich Priv.- Doz. Dr. med. Christian Ottomann mit den Problematiken im Bereich der Hauttransplantationen.Diese bestehen im Bereich des begrenzten Spenderareals bei Vollhautentnahme (nur 2-3 % der Körperoberfläche kann mit Vollhaut transplantiert werden), Stigmatisierung durch Narben, Texturveränderungen und Pigmentstörungen, Spendermorbidität an den Entnahmestellen, fehlende Hautanhangsgebilde in den Spalthauttransplantaten, nicht ausgereifter Entwicklungsstand im Labor gezüchteter Hautzellen.

Dr.Ottomann2Sein Forschungsziel ist eine neue Art der Vollhautentnahme am gesamten Körper durch Transplantate in Vollhautqualität, woraus Transplantationen ohne Narbenbildung und Kontrakturen resultieren. Ein weiterer Vorteil sind unlimitierte Spenderareale bei keiner oder geringer Spendermorbidität.

Um dieses Ziel erreichen zu können, forscht Priv.- Doz. Dr.med. Christian Ottomann an der Herstellung verschiedener vielversprechender Prototypen.

Das Verfahren beruht auf einer Inseltechnik, bei der minimale Vollhautinseln entnommen werden. Ziel der Miniaturisierung ist ein autologes Vollhautäquivalent zu erreichen. Die autologen Vollhautinseln werden dabei in eine Matrix implementiert, so dass in die Lücken zwischen den implementierten Vollhautinseln alle Hautschichten und Hautanhangsgebilde konflurieren können.