"Anders aussehen heißt nicht,
anders zu sein."
(Peter Wicki)

Brandgefahren im Haushalt. Die Sachschäden gehen in die Milliarden. Was Sie berücksichtigen können.

6 Milliarden Euro Sachschäden jährlich

Der sorgfältige Umgang mit offenem Feuer (Kerzen, Zigarettenglut, offene Kamine, Kochstellen, Lötlampe usw.) und die sorgfältige Hand des Fachmannes bei elektrischen Installationen können die meisten Brände im privaten Bereich verhindern. Trotzdem rücken die Feuerwehren in Deutschland über 200.000 mal aus, 600 Tote, 6000 schwer und 60.000 leicht Verletzte sind jährlich zu beklagen. Daneben stehen etwa 6 Milliarden € Sachsschäden. (Quelle: Denkschrift der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e. V. Mehr tun gegen 600 Tote und 6 Milliarden Euro Schäden pro Jahr! Strategie für eine Förderung der Brandschutzforschung in Deutschland; Beard, Braun, Brein, Grabski, Hosser, Mamrot, Oberhagemann.)

Um einen Brand zu entfachen, bedarf es nicht unbedingt einer offenen Flamme, bereits hohe, über längere Zeit einwirkende, Temperaturen können ihn auslösen. Zum Ausbruch eines Feuers kann es überall dort kommen, wo eine Zündquelle mit brennbaren Materialien in Verbindung kommt - dies können Tapeten und Vorhänge ebenso wie Holz, Textilien oder Kunststoffe sein.

Folgende Regeln sind selbstverständlich:

  • Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, auch nicht für Minuten. Nie in die Nähe von entflammbaren Materialen stellen und immer in festen Ständern, möglichst auf einem nicht brennbaren, breiten Unterteller.
  • Aschenbecher über Nacht am besten im Freien stehen lassen, nie direkt in Müll. Inhalt erst in Stanniolpapier leeren, hilft gegen Geruch und mildert die Brandgefahr, ist aber wenig umweltfreundlich. Notfalls kann in die Toilette entleert werden. Aschenbecher mit Deckel, z.B. wie in der Gastronomie verwendet werden, schützen gegen Funkenflug, der einen gefährlichen Schwelbrand noch Stunden später auslösen kann.
  • Brennpaste ist sicherer als flüssiger Spiritus beim Fondue, aber auch diese darf nie unbeaufsichtigt brennen. Niemals mit bereits angezündetem Einsatz noch durch die Wohnung laufen. Nur vorgesehene Behälter benutzen, nicht improvisieren.
  • Brandbeschleuniger für Kamine oder Holzkohlengrills bergen besondere Gefahren. Darauf zu verzichten ist der beste Gefahrenschutz.
  • Nachts und beim Verlassen der Wohnung alle Türen schließen.