"Geduld ist ein Pflaster
für alle Wunden."
(Miguel de Cervantes)

 

Technische Defekte an der Elektroinstallation oder an Elektrogeräten können zu Bränden führen. Der größte Risikofaktor ist hierbei der Mensch.

Faktor Mensch zu 85 Prozent der Auslöser

Unser Alltag wird durch die Nutzung einer Vielzahl von elektrischen Geräten bestimmt. Niemand will und kann auf diese Produkte verzichten. Wir sollten aber nicht vergessen, dass auch von alltäglichen und "ganz normalen" Elektrogeräten eine ernsthafte Gefährdung für Menschenleben und Sachwerte ausgehen kann.

Brandgefährdungen durch technische Defekte können durch Beobachtung, umsichtigen Umgang, regelmäßige Wartung und Prüfung der Geräte minimiert werden. Der Faktor Mensch muss in 85 Prozent  aller Brandfälle als Sicherheitsrisiko angesehen werden. Nicht abgeschaltete Elektrogeräte können ebenso wie unbeaufsichtigt brennende Kerzen Brände verursachen.

Insbesondere gilt dies für wärmeproduzierende Geräte wie z.B.

  • Bügeleisen
  • Wasserkocher
  • Mikrowelle
  • Friteusen (regelmäßig Fett wechseln)                         
  • Wäschetrockner (stets auf freies Flusensieb achten)
  • Heizdecken
  • Heizlüfter
  • Kaffeemaschinen
  • Waschmaschinen

Kontrolle und Wartung durch den Fachmann

Kontrollieren Sie Ihre Elektrogeräte regelmäßig. Sie müssen nicht ständig danebenstehen, aber wenn Anzeichen einer Fehlfunktion (Geruch, Geräusch, Temperatur, fehlerhaftes Arbeiten) auftreten, sollten Sie umgehend das Gerät abschalten und den Fachmann rufen.

Schützen Sie sich, indem Sie technische Möglichkeiten voll ausschöpfen - lassen Sie Ihre Elektroinstallation durch geeignete Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutzschalter) sichern. Normale Sicherungen sind nicht immer ausreichend. Wenn Geräte gefährliche Mängel aufweisen, kann ein FI-Schutzschalter die Geräte stromlos schalten - dann geht auch von fehlerhaften Elektrogeräten keine Gefahr mehr aus.

Führen Sie Arbeiten an Elektroinstallationen niemals selber aus - dies ist Aufgabe für den Fachmann.

Lassen Sie Ihre Gasanlage (Heizung und/oder Gasherd) jährlich überprüfen.

Stand-by Betrieb - eine oft unterschätzte Gefahr

Insbesondere veraltete, defekte oder dauerhaft im Stand-By-Betrieb laufende Elektrogeräte wie Fernseher, Computer oder Drucker bergen Risiken. Das gilt vor allem, wenn ihre Lüftungsschlitze durch Zeitschriften und Papier verdeckt sind und sich ein Wärmestau entwickelt. Da die Geräte permanent Wärme abgeben, entstehen so schnell Schwel- oder Kabelbrände.

Machen Sie einen Rundgang, bevor sie zu Bett gehen oder das Büro verlassen. Besonders vor Reisen kann es zusätzlich sinnvoll sein, die Stecker zu ziehen. Der Stand-By Betrieb kostet nicht nur Strom, sondern kann auch gefährlich werden.