"Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte."
(Wilhelm Raabe: Der Hungerpastor)

 

Hohe Unfallgefahr bei Erhitzen von Wasser in der Mikrowelle. Ein Beispiel.

Folgende Meldung, eines uns unbekannten Autors, erhielten wir aus den USA. Wir fanden diese Information wichtig und weitgehend unbekannt, daher haben wir den Text für Sie übersetzt:

Der Fall

"Ein 26 jähriger Mann beschloss, sich eine Tasse Kaffee zu machen. Er nahm einen Becher voll Wasser und stellte ihn zum Erhitzen in die Mikrowelle. Etwas, was er schon unzählige Male zuvor genau so getan hatte. Man weiß nicht, auf welche Zeit und Höhe er die Mikrowelle einstellte, aber er wollte das Wasser zum Kochen bringen. Als der Timer klingelte, nahm er den Becher heraus und schaute hinein, er bemerkte, dass das Wasser nicht kochte.

Plötzlich "explodierte" das Wasser in sein Gesicht. Der Becher war noch ganz, bis er ihn aus der Hand schleuderte, aber das Wasser war in seinem Gesicht. Er erlitt Verbrennungen ersten und zweiten Grades, welche Narben hinterlassen können. Es ist auch möglich, dass er teilweise die Sehkraft des linken Auges verliert.

Während er im Krankenhaus behandelt wurde, erklärte ihm der Arzt, dass diese Art Unfall nichts Ungewöhnliches sei.

Wasser allein dürfe unter keinen Umständen je in der Mikrowelle zum Kochen gebracht werden. Wenn Wasser so erhitzt würde, dann müsse unbedingt etwas, was die Hitze ableiten kann, wie z.B. ein Holzspieß oder Teebeutel mit hinein, keinesfalls etwas aus Metall. In jedem Fall sei es sicherer, Wasser in einem Teekessel auf dem Herd zu erhitzen.

Antwort der Firma General Electric:

Vielen Dank für Ihre Anfrage, wir freuen uns, Ihnen behilflich sein zu können. Die E-Mail, die Sie erhalten haben, ist korrekt.

Mit Mikrowellen erhitztes Wasser oder andere Flüssigkeiten schlagen nicht immer Blasen, wenn sie den Siedepunkt erreichen. Sie können tatsächlich überhitzen und überhaupt nicht blubbern. Die überhitzte Flüssigkeit wird dann aus dem Becher herausspritzen, wenn der Becher bewegt wird oder ein Löffel oder Teebeutel hineingegeben wird.

Um dies zu vermeiden und Verletzungen vorzubeugen, sollte man keinerlei Flüssigkeit länger als 2 Minuten pro Tasse in der Mikrowelle erhitzen. Nach Abschalten die Tasse für mindestens 30 Sekunden im Gerät stehen lassen, bevor man sie bewegt oder etwas hineintut.

Das hatte unser örtlicher Wissenschaftslehrer dazu zu sagen:

Vielen Dank für die Mikrowellen-Warnung. Ich habe so etwas schon zuvor passieren sehen. Es wird hervorgerufen durch ein Phänomen, bekannt als Überhitzung. Es kann jederzeit eintreten, wenn Wasser erhitzt wird, besonders wenn das Gefäß ganz neu ist oder nur eine kleine Menge, z.B. weniger als eine halbe Tasse Wasser erhitzt wird. Was passiert ist, dass das Wasser schneller heiß wird, als sich Wasserblasen formen können. Wenn ein Becher ganz neu ist, dann ist es unwahrscheinlich, dass er schon feinste Kratzer innen hat, die den Reibungspunkt bieten, an dem sich Wasserblasen bilden können.

Wenn sich die Blasen nicht bilden und damit einiges der Hitze ableiten können, sprudelt bzw. "kocht" die Flüssigkeit nicht und erhitzt sich weiter über den Siedepunkt hinaus.

Wird die Flüssigkeit bewegt oder umgerührt, bilden sich die Blasen sofort und die Flüssigkeit verspritzt, "explodiert".

Dieses so hervorgerufene, schnelle Entstehen von Blasen ist das gleiche, warum ein kohlesäurehaltiges Getränk überläuft, wenn wir es geschüttelt haben. Wenn Sie diese Informationen weiterleiten, dann könnten Sie jemanden vor einer Menge Schmerzen und Leid bewahren.

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