"Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte."
(Wilhelm Raabe: Der Hungerpastor)

 

Viele Aufgaben müssen nach einem Brand selbst erledigt werden. Wir haben einige Hinweise was auf Sie zu kommt und was Sie beachten sollten.

Es hat gebrannt. Chaos und Hilflosigkeit sind jetzt für die Opfer bittere Realität. Damit muss nicht alles verloren sein, schon kleinere Brände reichen. Löschmittel verursachen oft weitere Schäden, giftige Gase und Ablagerungen machen vielleicht auch nicht direkt betroffene Räume oder andere Wohnungen im Haus unbewohnbar.

Polizei oder Feuerwehr müssen oft zunächst jeden Zutritt für Dritte verweigern. Erst muss die Sicherheit des Gebäudes festgestellt werden, die Luft sauber genug sein und die polizeilichen Untersuchungen benötigen - ebenso wie die Begutachtung durch die Versicherung -  ebenfalls einige Zeit, manchmal Tage.

Die Betroffenen müssen nach einem Brandschaden vielfältige Aufgaben selbst erledigen

und sind damit extrem herausgefordert, oft überfordert. Die Sorge um einen verletzten Angehörigen im Krankenhaus steht im Vordergrund. Angst vor der Zukunft, finanzielle Probleme und Trauer über zerstörte, auch ideelle, Werte sind weitere Belastungen.

Wieder gibt es keine allgemein anwendbaren Checklisten, sondern nur einige Hinweise:

  • Versuchen Sie im Kreis von Angehörigen und Freunden einzelne Aufgabenbereiche zu verteilen. Suchen Sie sich Hilfe und nehmen Sie Hilfsangebote an. Die Erfahrung zeigt, dass in solchen Ausnahmesituationen die Menschen froh sind, etwas aktiv tun zu können. Dies mag nicht über Monate anhalten, aber im Moment sollten Sie diese Bereitschaft dankbar in Anspruch nehmen.
  • Stellen Sie eine Liste aller Versicherungen zusammen, die Sie oder jemand in der Familie haben könnte. Überall gibt es Fristen, in denen Unfälle gemeldet werden müssen. Gibt es vielleicht weitere Versicherungen über Kreditkarten-Unternehmen, Berufsvereinigungen, Service- und Dienstleistungsvereinen wie ADAC oder AVD? Gibt es Reisebuchungen, Reiserücktrittsversicherungen, die informiert werden müssen? Hat der Arbeitgeber für Sie vielleicht eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen, der der Schaden gemeldet werden muss?
  • Wer sollte von Ihnen veranlasst, informiert oder vielleicht auch nicht informiert werden. Vergessen Sie nicht, dass Ereignisse wie ein Brand gern in der Presse veröffentlicht und nicht immer korrekt, manchmal dramatisiert, dargestellt werden.
  • Anrufe vieler besorgter Menschen können zur Belastung werden, bitten Sie jemanden ihr Telefon zu beantworten und die Anrufer zu notieren. Irgendwann möchten Sie sich wieder selbst melden oder bedanken.
  • Versuchen Sie im Bekanntenkreis jemanden zu finden, der Ihnen die Bearbeitung und Koordinierung bestimmter Bereiche abnehmen kann. Wer Sie kennt und zu Ihrer Familie einen Bezug hat, wird sich ganz anders einsetzen, als ein Fremder.
  • Sammeln Sie zentral jedes Blatt Papier oder Foto, jeden Flyer, Presseartikel oder Informationsschrift, jeden Namen eines Beteiligten, Beamten, Zeugen usw. im Zusammenhang mit dem Unfall bzw. Schaden. Irgendwann kann diese Sammlung einmal nützlich sein und sollte für einige Jahre nicht entsorgt werden.

 

 

 

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