"Nur mit leeren Händen
kann man nach Neuem greifen."
(Unbekannt)

 

Verbrennungsgrade DocCheck Medical Services GmbhEinteilung von Verbrennungen in Tiefengrade

Die Dauer der Wärmeeinwirkung zusammen mit der Höhe der Temperatur bestimmen den Grad und die Tiefe der Schädigung. Gewebeschädigungen bei Verbrühungen oder mit Wasserdampf treten bereits bei Temperaturen ab 45 Grad auf. Erst nach Ablauf von 48 Stunden ist das eigentliche Ausmaß der Verletzung in Tiefe bestimmbar (Nachbrennen). Bei Flammenverletzungen zerstören Temperaturen von 70 Grad bei einer Einwirkzeit von weniger als eine Sekunde bereits die Epidermis.

Grad I

Betrifft nur die Epidermis, die Oberfläche ist rot, trocken und ohne Blasenbildung. Ist schmerzhaft. Heilt ohne Narben in 5 bis 6 Tagen ab. Sonnenbrand ist eine typische Verbrennung 1. Grades.

Grad IIa

Die Epidermis und die obere Schicht der Dermis ist betroffen. Die Haut ist feucht, es bilden sich Blasen. Ist schmerzhaft. Heilt ohne Narben in 12 bis 14 Tagen ab. Häufig kommt es nach Kontaktverbrennungen, z.B. Pfannengriff oder Bügeleisen zu Verbrennungen oberflächig 2. Grades.

Grad II b

Epidermis und Dermis sind komplett zerstört. Die Haut ist kaum feucht, sieht gesprenkelt aus. Ist schmerzhaft. Heilt in ca. 4 Wochen mit Narbenbildung ab. Kontrakturen können entstehen. Dieser Verbrennungsgrad, tiefgradig 2b, gehört zu den schweren Brandverletzungen und kann je nach Ausdehnung und Ort am Körper transplantationspflichtig sein.

Grad III

Alle Hautschichten sind zerstört. Auf der Haut sind weißliche Flecken zu sehen. Ist nicht schmerzhaft. Keine Spontanheilung, Transplantation ist erforderlich.

Grad IV

Hier spricht man von Verkohlung. Außer der Haut sind auch die tieferen Schichten bis zum Knochen betroffen. Zumeist ist die Amputation des betroffenen Gliedes erforderlich.

Entscheidend für die Schwere der Brandverletzung sind Verbrennungsgrad in Kombination mit der Ausdehnung, d.h. verletzte Körperoberflache - KOF 

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