"Erleuchtung wird nur denen zuteil,
die sich im Dunklen befinden."
(Rupert Schützbach)

 

Um Brandverletzungen zu erleiden, braucht es keine Flammen

Weitverbreitet ist die irrige Annahme, dass schwere Verbrennungen nur im Zusammenhang mit Flammen entstehen können.

Verbrühungen sind Verbrennungen. Verbrühungen sind am schmerzhaftesten und haben oft lebenslang sichtbare Narben zur Folge

Hitze und Dampf können schwer verbrennen. Die Temperaturen in der Nähe eines Feuers reichen für tiefe Verbrennungen und Hitze wird nicht automatisch als Bedrohung empfunden.

Verpuffungen sind sehr rasche Verbrennungen. Bei Verpuffungen entstehen Temperaturen zwischen 1000 und 1800 Grad Celsius. Spiritus oder andere flüssige Brandbeschleuniger auf glimmende Kohle gegossen, treffen meist nicht den Verursacher, sondern den unbeteiligten Zuschauer noch 2 - 3 Meter davon entfernt.

Schwerverletzte von Terroranschlägen sind meist Brandverletzte. Die von Explosionen ausgehende Druckwelle ist unvorstellbar heiß, da reichen Sekunden für tiefgradige Verbrennungen

Thermische Verletzungen der Haut können entstehen durch:

  • eine Verbrühung durch heißes Wasser oder Wasserdampf sowie andere Flüssigkeiten
  • Verbrennung durch Flammeneinwirkung (Kerze, Kleiderbrand, sonstige Brände)
  • Verbrennung durch Explosionen, wie Gas- oder Sprengstoffexplosionen
  • Kontaktverbrennung (durch heiße Metalle, z.B. Bügeleisen, Maschinen)
  • Strahlung (Sonne, Solarium, Röntgenstrahlung, Bestrahlungstherapie)
  • Verbrennung durch elektrischen Strom (z.B. an Hochspannungsleitungen, stromführenden Maschinen oder Fahrzeugen)
  • Verätzung z.B. durch Säuren, Chemikalien 
  • Erfrierung
Nach oben