"Man kann wohl einen Schwarm Mücken im Zimmer sumsen hören, aber nicht nur eine."
(Jean Paul)

 

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Buse Kamali

35 % schwerste Verbrennungen und Amputationenbuse schwester

Die drbuse familieeijährige Buse ist ein fröhliches Mädchen und lacht gerne. Am liebsten spielt sie mit ihrer siebenjährigen Schwester und den Nachbarskindern. Noch ist ihr allerdings nicht bewusst, dass sie anders aussieht als die anderen Kinder. In ihrem Heimatort Susurluk bei Balikesir/Türkei weiß jeder, was dem kleinen Mädchen geschehen ist. Dort ist ihr Anblick mittlerweile Normalität. Alle sind froh, dass sie überhaupt überlebt hat. Wie ihr Leben allerdings weitergehen wird, ist ungewiss.

Buse erlitt bei einem Haushaltsunfall am 8. Oktober 2005 schwerste Verbrennungen. Ein Transistorradio war direkt über ihrem Kopf explodiert. Vor allem Gesicht und Hände sind betroffen. Mehrere Finger mussten amputiert werden. 35 Prozent ihrer Haut sind zerstört. Bislang ist die Kleine 15 Mal operiert worden. Narbenkontraktionen mussten schnell aufgelöst werden, um dauerhafte Folgeschäden zu vermeiden.

 

Kontakt über Recep Arziman

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Durch Zufall hörten die Eltern von CICATRIX e.V. und nutzten den letzten Heimaturlaub unseres regionalen Ansprechpartners für Baden-Württemberg, Recep Arziman, um sich und ihre Tocbuse spiel2hter persönlich vorzustellen und um Hilfe zu bitten. Denn das Gesundheitswesen in der Türkei ist ein völlig anderes als in Deutschland. Nur eine medizinische Grundversorgung ist gewährleistet.

Der Regionalleiter für CICATRIX Süd war mehr als betroffen, als er das Kind sah. Selber zu über 70 Prozent verbrannt, standen ihm die Tränen in den Augen, als er Präsidentin Regina Heeß Fotos von dem Kind zeigte.

Da CICATRIX e.V. auch humanitäre Hilfe leistet, hat der Vorstand beschlossen, der kleinen Buse zu helfen. Vom 9. Februar bis zum 8. März 2007 ist Buse mit ihrem Vater in Deutschland. Er brachte keine guten Nachrichten mit. Bedingt durch seine häufigen Ausfallzeiten ist Ilhan Kamali inzwischen arbeitslos, so das bei der Familie zu allem Leid nun auch noch finanzielle Probleme kommen. Die Eltern verfügen nun nicht einmal mehr über die finanziellen Mittel, um Creme für die Narbenpflege zu kaufen oder zu den notwendigen Untersuchungen und Operationen in die behandelnde Universitätsklinik nach Ankara zu fahren.

Erste Operation am 20.02.2007 im Marienhospital Stuttgartbuse spiel11

Am Dienstagbuse, 13. Februar, stellte Regina Heeß das kleine Mädchen im Marienhospital vor. Nachdem unser Fachbeirat Dr. Christian Uhlig und sein Kollege Dr. Helmut Fischer das Kind untersuchten und den Kopfverband lösten, stellten sie fest, dass sich mehrere Nekrosen gebildet hatten. Da auch bakterielle Infektionen vorhanden waren, wurde sofort ein OP-Termin zur Deckung der defekten Stellen noch während des Aufenthaltes in Deutschland festgelegt. "Das kann nicht warten, bis die Kleine wieder in der Türkei ist", stimmten beide Ärzte in ihrer Diagnose überein.

Dr. Fischer nahm am selben Tag Kontakt mit dem behandelnden Arzt in der Universitätsklinik Ankara auf, um über die kurzfristig angesetzte OP zu informieren. Ein persönliches Treffen der beiden Ärzte gemeinsam mit Vizepräsidentin Petra Lubosch ist beim IPRAS, dem Weltkongress der plastischen Chirurgen in Berlin geplant. Hier werden die weiteren Operations- und Behandlungsschritte gemeinsam festgelegt.

  

Unser großer Dank gilt den deutschen und türkischen Medien, die uns mit einer großen Kampagne unterstützen sowie allen Spendern, die der kleinen Buse helfen. (jetzt online spenden)

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